Wenn Alleinerziehende einen neuen Partner suchen?


Wer mit kleinem Anhang einen Partner sucht, hat es nicht leicht. Die freie Zeit ist knapp, die Ansprüche an den zukünftigen Partner umso größer. Und wenn es dann tatsächlich gefunkt hat, muss auch noch Töchterchen oder Sohnemann mit dem neuen Auserwählten einverstanden sein.

Video-Quelle: www.zdf.de/ZDFmediathek

Rund drei Millionen Alleinerziehende gibt es in Deutschland - die meisten von ihnen sind nicht gerne Single. Mittlerweile gibt es zahlreiche Kontakt- und Reiseangebote, die sich auf diese Zielgruppe spezialisiert haben. Beim Flirt auf der Alm oder bei einem Segeltörn sind die Singles und ihre Kinder unter sich.

Viele Alleinerziehende suchen - wie andere Singles auch - ihr Liebesglück per Internet. Dort ist allerdings nicht jeder Teilnehmer an einer festen Beziehung interessiert. Bei Portalen, für die keine Gebühr bezahlt werden muss, trifft man im Allgemeinen häufiger auf Teilnehmer, die eher schnellen Sex suchen als viel in eine Partnerschaft investieren wollen. Die Düsseldorfer Psychologin Christiane Ferber rät zudem, nicht von vornherein anzugeben, dass man Kinder hat: "Das dämmt die Gefahr, Menschen anzuziehen, die es mehr auf die Kinder abgesehen haben."

Die Neuen vorstellen

Wenn Amors Pfeil tatsächlich getroffen hat, sollte der neue Partner im Idealfall auch das Herz der Kinder erobern. Wenn Sie den Neuen oder die Neue den Kindern vorstellen möchten, sollten Sie dies nur tun, wenn Sie selbst voll hinter der Beziehung stehen. "Das Kind fühlt die eigenen Ängste, Zweifel und Vorbehalte", so Christiane Ferber. "Wer sich selbst nicht sicher ist, ob es mit diesem Menschen langfristig klappen könnte, sollte erst einmal abwarten."

Ideal ist, wenn sich alle mögen.

Auch die Situation, in der das erste Kennenlernen stattfindet, kann über die Akzeptanz mitentscheiden. Gut ist es, die Kinder mit der neuen Person in einem lockeren Rahmen zusammenzubringen, den sie in positiver Erinnerung behalten können, zum Beispiel bei einem gemeinsamen Ausflug. "Ein absolutes No-Go ist der neue Partner am Frühstückstisch, frisch aus dem gemeinsamen Bett", warnt die Psychologin. Wichtig ist, dem Kind zu zeigen, dass man liebevoll miteinander umgeht. Lachen und Spaß sind dafür immer förderlich. Oft bringen beide neuen Partner Kinder mit in die Beziehung. Die perfekte Konstellation ist natürlich, wenn sich nicht nur die Erwachsenen mögen, sondern alle, die von der neuen Konstellation betroffen sind.

Bedenken ernst nehmen

Wenn die Kinder den neuen Partner nicht mögen, sollte man das auf jeden Fall ernst nehmen. Es kann Eifersucht dahinter stecken, aber auch ganz andere Ursachen haben. Auf jeden Fall ist viel Aufmerksamkeit angebracht. Christiane Ferber rät, den neuen Partner nicht nach kurzer Zeit mit den Kindern allein zu lassen, sondern den Umgang genau zu beobachten. "Meistens merkt man Menschen ihre dunklen Seiten nicht sofort an", gibt die Psychologin zu bedenken.

Artikel-Quelle: vollekanne.zdf.de/ZDFde

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